Dju - der (fast) komplette Rettungshund

Am 03.06.2018 besteht Robert Sarbach mit "Fendale Devilish Rebel" (Dju) die Einsatzüberprüfung für Spaltensuchhunde der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation (KWRO). Herzlichen Glückwunsch zu diesem grossartigen Erfolg!

Roby und sein Dju (aktuell 26 Monate alt) sind auch bereits als einsatzfähiges Lawinenhunde-Team unterwegs und stecken aktuell in der Ausbildung, um auch noch die Einsatzfähigkeit für Geländesuchhunde zu erlangen. Ihr seid ein echt starkes Team und macht uns sehr stolz! Vielen Dank auch für Euren ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit.
 

Was macht ein Spaltensuchhund eigentlich genau? Hier ein kleiner Text aus dem "Bergretter", Alpine Rettung Schweiz, Ausgabe 28, Mai 2013

"Spaltensuchhunde
Die dritte Disziplin für Rettungshunde
Auf den Gletscherskigebieten in Zermatt und Saas-Fee kommen regelmässig Spaltensuchhunde zum Einsatz. Für diese anstrengende Aufgabe brauchen sie eine spezielle Ausbildung.

Durchschnittlich zwei Mal pro Jahr, meist im Sommer, passiert es: Ein Hotelier merkt, dass ein Gast nicht von den Gletscherskigebieten über Saas-Fee oder Zermatt zurückkommt, oder Angehörige sorgen sich am Abend um ein ausbleibendes Familienmitglied und schlagen Alarm. „In dieser Situation rücken wir mit einem Spaltensuchhund aus“, sagt André Marmy, Kursleiter Spaltensuchhunde bei der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation (KWRO). Wenn Pistenskifahrer allein unterwegs sind, kann es unbemerkt bleiben, wenn sie in eine Gletscherspalte stürzen.
 
Ausserhalb der Skigebiete kommen Spaltensuchhunde seltener zum Einsatz, weil Berggänger in aller Regel mindestens zu zweit und am Seil über Gletscher laufen. „Wenn allerdings ganze Seilschaften verschwinden, sind Spaltensuchhunde auch von Nutzen“, sagt Marmy. „Das ist aber seltener.“
 
Suchen am Seil
Die Vierbeiner brauchen für die Arbeit auf dem Gletscher eine Zusatzausbildung. Sowohl Lawinen- als auch Geländesuchhunde kommen dafür infrage. Bei der Spaltensuche muss sich das Tier vor allem daran gewöhnen, ein „Gstältli“ zu tragen und am Seil zu laufen. Nach ersten Trainingseinheiten im Grünen folgen Übungen auf dem Gletscher. Zuerst muss der Hund Plastikbidons oder Konservendosen suchen, dann kommen Figuranten ins Spiel. Sie steigen auf einer Leiter in die Spalte hinunter. Zuerst so, dass der Hund dabei zusehen kann, später kommt der Hund erst dazu, wenn sich der Figurant bereits versteckt hat. Um sie zu finden, muss der Hund lernen, bis an den Rand der Spalte oder sogar in sie hinein zu gehen. Wird der Hund fündig, zeigt er es an. „Idealerweise bellt der Hund“, sagt André Marmy. „Aber es reicht auch, wenn er irgendeine Reaktion zeigt wie Verharren am Spaltenrand oder Scharren. Der Hundeführer muss das Verhalten seines Tiers ‹lesen› können.“
 
Anstrengende Arbeit
Die Suche auf dem Gletscher erfolgt immer in einer Dreierseilschaft. An der Spitze ist der Hundeführer. Er hält das 30 Meter lange Seil straff, damit der Hund nicht tief fällt, wenn er einstürzen sollte. Auch ohne Sturz ist die Suche am Seil ermüdend genug. Besonders wenn es nass wird, ist das Seil schwer, und es verfängt sich oft auf der unebenen Oberfläche des Gletschers. Zurzeit sind im Wallis acht Hunde für die anstrengende Arbeit der Spaltensuche ausgebildet Im Gegensatz zur KWRO bildet die ARS keine Spaltensuchhunde aus. Aus einem einfachen Grund, wie Markus Wey, ARS-Fachleiter Hunde, erklärt: „Wir haben in unserem Einsatzgebiet zu wenig Skigebiete auf Gletschern.“"
Publiziert am 04.Juni 2018
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